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Einführung

Alle Wege führen zu DIR ...
Du* kannst diesen Satz so hören: Alle Wege führen zu dem, was du in Wahrheit bist ... oder so: Alle Wege führen zu dir "Gott" ... oder auch so: Alle Wege führen immer zu dir - wer dieses "dir" auch immer ist !

*Ich sage "du" zu dir, denn in diesem Buch geht es um so viel Persönliches (auch mein eigenes), dass es mir seltsam vorkommen würde, dich zu "siezen".

Dieses Buch beginnt mit der Beschreibung meiner eigenen Lebensreise (alle meine Gedichte und Zeichnungen in diesem Buch sind zwischen Ende der siebziger Jahre und 2013 entstanden) und ist für Menschen geschrieben, die sich auf der Reise befin-den: Also für alle! Auch wenn unsere Lebensreisen sehr unterschiedlich aussehen - wir alle haben uns unsere Körper als Gefährt genommen, um durch das Leben reisen zu können.

 

"Ein Besucher sah mit Erstaunen,
dass der Rabbi in einem Zimmer nur mit einem Tisch,
einem Stuhl, einem Bett und ein paar wenigen Büchern lebte.
"Rabbi, wo sind ihre Möbel?" fragte der Besucher.
"Wo sind Ihre?" erwiderte der Rabbi.
"Meine? Aber ich bin nur zu Besuch hier.
Ich bin nur auf der Durchreise", sagte der Besucher.
"Genau wie ich", sagte der Rabbi."
Quelle unbekannt 

Es gibt so unendlich viele verschiedene Lebensmöglichkeiten: Ich weiß nicht, wer du - der du das jetzt liest - bist. Du könnest meditieren oder saufen, von einem Seminar oder Guru zum nächsten hopsen oder in der Fabrik am Fließband stehen, Aussätzige in Indien pflegen oder als Drogensüchtiger deinen Körper am Bahnhof verkaufen ... vielleicht fühlst du dich Gott ganz nahe oder du beweist streng wissenschaftlich und schlüssig dass Gott nicht existiert. Aber egal ob du (spirituell) erwachend oder (materialistisch) tief schlafend bist, bewußt oder unbewusst, sehnsüchtig oder widerstrebend, angestrengt oder genießend, erleuchtungsgeil oder therapiesüchtig ... leidend oder leidend (;-) Leid scheint immer der Grund menschlicher Sehnsucht nach "mehr" zu sein - ja es scheint unser Hauptgrund, der Motor für diese Lebens-Reise zu sein) - also egal wie: Du befindest dich auf einer Reise, die (meist?) nicht mit dem Tod deines Körpers endet - einer Reise zurück zu dem, was du in Wahrheit bist (was oder wer das auch immer ist).

Wir alle beginnen diese Reise mit unserer Geburt, und es gibt es ein - wenn auch nur fiktives - Ziel: "Werde was du bist". Doch dieses Ziel wirst du nie erreichen, weil - wie du vielleicht schon in vielen Büchern gelesen hast - du schon dort bist, wo du hinwillst. 

Wenn ich ein geistiges Bild für unsere Reisen zeichne, so würde das so aussehen: Wir gehen in Spiralen immer weiter ins uns hinein ... oder auch aus uns heraus ... wir erforschen jede Facette des Menschseins ... bis wir uns wieder er"innern" ... bis:

 

"Ich habe Gut und Böse gekannt,
Sünde und Tugend, Recht und Unrecht;
ich habe gerichtet und bin gerichtet worden,
ich bin durch Geburt und Tod gegangen,
Freude und Leid, Himmel und Hölle;
und am Ende erkannte ich,
dass ich allein bin und alles in mir ist."
Hazrat Inayat Khan 

Das Buch soll dir LeserIn Mut machen auf deiner Reise. Ob du sie nun gerade erst bewußt beginnst oder ob du mitten drin bist - in dunklen Tunnels und bunten Abenteuern... oder auch wenn du gerade fest steckst und glaubst "es geht niiie mehr weiter" ... Es geht immer weiter, solange du in diesem Körper bist ... manche Geburten dauern halt länger. 

Das folgende Zitat hier von Ram Dass ist für mich die Essenz unserer Reisen:

"Wenn wir in die reine Wahrheit schauen,
dann erkennen wir die Gnade, die das Leiden darstellt.
Wenn wir in unserem Ego gefangen sind, verdammen wir unser Leiden.
Doch wenn wir eine Seele sind, die sich nach Freiheit sehnt,
dann gebrauchen wir unser Leiden und unsere Freude als Fahrzeug zum Ziel -
wir können erkennen, auf welche Weise
das Leiden zum Feuer der Läuterung wird.
Wir benutzen alles, um zu Gott zu gelangen und befreit zu werden. ...

Du bist eine Seele auf dem Weg zu deiner eigenen Befreiung und ...
ALLES GESCHEHEN IST SCHROT FÜR DIE MÜHLE ...
welches zum feinen Mehl unseres Erwachens gemahlen werden kann.”
 

Und mit "alles Geschehen" ist wirklich alles Geschehen gemeint: Verliebtsein, Krankheit, Liebes-kummer, Schicksalsschläge, Geburten, Kinder-(erziehung), Scheidung, Behinderung, Langeweile, Therapie, Verluste, Streit, Krieg, Depression, Unfälle, Allergien, grässliche Nachbarn und schreckliche Schwiegermütter, machtgierige Therapeuten und undankbare Kinder ... alles kann dich dazu bringen nach innen zu schauen, statt nach außen zu dem oder der Schuldigen. 

Das bedeutet auch, dass du gerade durch ein Trauma, das du in der Kindheit erlitten hast, dir - und der gesamten Welt - das Geschenk einer großen Transformation machen kannst. Ich habe diese Erfahrung selbst gemacht und mit vielen meiner Klienten erlebt. Ich glaube, dass wir durch das, was wir in uns selbst erlösen und heilen, Erlösung und Heilung auf die Welt bringen. Durch deine eigene Entwicklung machst du die Welt heiler.

 

"Versuche nicht deinen Partner, oder dein Kind zu verändern,
sondern arbeite an dir selbst, bis du zu einem klaren Spiegel,
zu einem unterstützenden Felsen der Liebe
für alle um dich herum geworden bist,
so daß sie die Freiheit haben,
sich ihrer Behinderungen dann zu entledigen,
wenn sie dazu fähig sind."
Ram Dass 

In diesem Buch beschreibe ich meine eigene Entwicklung - zumindest die, die zu beschreiben ist - (Manches davon hat keine Worte - oder du kannst sie nur zwischen den Zeilen lesen, weil du es kennst, ahnst oder dich danach sehnst) und das, was ich mit dieser Transformation (und durch sie) auch an andere weitergeben kann.

Und du wirst ziemlich viele Gedichte in ihm finden - nicht nur meine eigenen. Bis ich ungefähr 40 Jahre alt war hab ich sehr viel und sehr gern gelesen. Ab dann wurde meine Lesesucht immer weniger: Heute lese ich - außer Ram Dass (u.a.) kaum noch, bis auf Gedichte: Rumi, Rilke, Hesse, Fried, Gibran ... Gedichte berühren mich, sie können mit so wenig Worten so viel ausdrücken und finden leicht einen Weg in mein Herz. In Poesie kann ich mich wieder entdecken. So ist es mir auch als Jugendliche mit dem "Steppenwolf" gegangen: Ich weiß nicht, wie mein Weg verlaufen wäre, hätte ich nicht dieses Buch entdeckt. Ich las es und erkannte: Ich bin gar nicht so verrückt - oder wenn doch, gibt es noch andere Verrückte außer mir (und die sind sogar berühmte Schriftsteller!). Ich habe mich gesehen und verstanden gefühlt - und war nicht mehr allein. 

Es war ein langer Prozess dieses Buch überhaupt zu beginnen: Denn eigentlich hab ich gar nichts zu sagen. Wenn ich nicht gefragt werde - das heißt, wenn niemand vor mir steht, der eine "Antwort durch mich durch zieht", gibt es wenig was ich sagen kann, außer: OM oder Amen oder Namaste oder Om mani padme hum ...