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Weitere Gedichte & Zitate, die ich (be)merkenswert finde ...


Nur wenn dein Wissen von dir selbst dich befreit,
ist dein Erkennen besser als Unwissenheit.
Dschelal ed-din Rumi


Hier standen einige Gedichte von Mascha Kaléko - die ich wegen des Urheberrechts leider löschen musste ... Deshalb hier nur mein Dank an Mascha Kaléko, deren Gedichte mir vor vielen Jahren eine Tür in eine neue Welt öffneten. Danke !


Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man
Selbst-Bewußt-Sein.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich: Das nennt man
authentisch Sein.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, wie sehr es jemand beleidigen kann,
wenn ich versuche, diesem Menschen meine Wünsche aufzudrücken,
obwohl ich wusste, dass die Zeit nicht reif war und der Mensch nicht bereit,
und auch wenn ich selbst dieser Mensch war.
Heute weiß ich: Das nennt man
Respekt.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Einladung zum Wachsen war.
Heute weiß ich:Das nennt man
Reife.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Freude und Glück bringt,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem eigenen Rhythmus.
Heute weiß ich: Das nennt man
Einfachheit.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich, das ist
SELBSTLIEBE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: Das nennt man
Bescheidenheit.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo Alles stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag, Tag für Tag, und nenne es
Bewußtheit.

Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken behindern und krank machen kann.
Als ich mich jedoch mit meinem Herzen verband,
bekam der Verstand einen wertvollen Verbündeten.
Diese Verbindung nenne ich heute
Herzensweisheit.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN !

Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959


Gute Freunde und hervorragende Lehrer -
Bleib ihnen nah!
Reichtum und Macht sind vergängliche Träume,
Aber der Duft weiser Worte währt ewig.

Ryokan, Alle Dinge sind im Herzen


Wer nichts weiß, liebt nichts.
Wer nichts tun kann, versteht nichts.
Wer nichts versteht, ist nichts wert.
Aber wer versteht,
der liebt, bemerkt und sieht auch ...
Je mehr Erkenntnis einem Ding innewohnt,
desto größer ist die Liebe ...
Wer meint, alle Früchte würden gleichzeitig mit den Erdbeeren reif,
versteht nichts von den Trauben.
Paracelsus


Wer andere kennt, ist klug
Wer sich selber kennt, ist weise.
Wer andere besiegt, hat Kraft.
Wer sich selbst besiegt, ist stark.
Wer sich durchsetzt, hat Willen.
Wer sich genügen läßt, ist reich.
Wer seinen Platz nicht verliert, hat Dauer.
Wer auch im Tode nicht untergeht, der lebt.
Laotse


Wir brauchen nicht mehr Wissen, sondern mehr Weisheit.
Weisheit kommt von unserer eigenen Aufmerksamkeit.
Gautama Buddha

   

Wenn du begreifst, sind die Dinge, wie sie sind.
Wenn du nicht begreifst, sind die Dinge, wie sie sind.
Zen

 

Es gibt in jedem Menschen einen Ort, wo er jederzeit genau weiß, worauf es ankommt.
Wenn du daher über den nächsten Schritt im Zweifel bist, dann lausche einfach.
Und falls du immer noch Zweifel hast, dann warte ab.
Wenn es Zeit ist weiterzugehen, wirst du es wissen.
Ram Dass

 

Der Narr hält sich für weise,
aber der Weise weiss, dass er ein Narr ist.
Shakespeare, Wie es euch gefällt


Die Ungebildeten haben das Unglück, das Schwere nicht zu verstehen,
dagegen verstehen die Gebildeten häufig das Leichte nicht,
was ein noch viel grösseres Unglück ist.
Franz Grillparzer


Weise sein heisst:
sich nicht darüber schämen, dass man nichts weiss;
sich nicht davor fürchten, dass man nichts weiss
und nicht darauf stolz sein, dass man nichts weiss.
Hans Krailsheimer


Der Wissende weiss, dass er glauben muss.
Friedrich Dürrenmatt [1921-1990]


Die Wissenschaft ist die Methode,
viele kleine Unklarheiten auf ein einziges grosses Rätsel,
dem man einen Namen gibt, zurückzuführen.
Hans Lohberger


Die Zeit ist eine grosse Lehrerin.
Schade nur, dass sie ihre Schüler umbringt.
Curt Goetz


Unser Kopf ist rund,
damit unser Denken die Richtung ändern kann.
Miranda


Lernen ist herausfinden, was du bereits weißt.
Handeln ist zeigen, daß du es weißt.
Lehren ist andere wissen lassen, daß sie es genauso gut wissen, wie du selbst.
Du lehrst am besten, was du selbst am dringendsten lernen mußt.

Das Kennzeichen deiner Unwissenheit
ist die Stärke deines Glaubens an Ungerechtigkeit und Unglück.

Die Bande, die deine wahre Familie vereinen, sind nicht aus Blut,
sondern aus Freude am eigenen und Achtung vor anderem Leben.
Nur selten wachsen die Mitglieder einer Familie unter dem gleichen Dach auf.

Was für die Raupe das Ende der Welt ist,
nennt der Meister einen Schmetterling.
Richard Bach "Illusionen"


Weil du die Augen offen hast,
glaubst du, du siehst.
Goethe, 1749-1832, Egmont


Zu glauben ist schwer,
nichts zu glauben ist unmöglich.
Victor Hugo 1802-1885

 

Sprich,
damit ich sehe,
wer du bist.
Sokrates

 

Sich selbst zu kennnen,
ist die erste aller Wissenschaften.
Plato

 

Willst du den Charakter eines Menschen erkennen,
so gib ihm Macht.
Abraham Lincoln

 

Wer nur das sieht, was vor ihm steht,
kann nur erfahren, was er schon weiß.
Navajo-Indianer

 

Der wahre Beruf des Menschen ist,
zu sich selbst zu kommen.
Hermann Hesse

 

Das Äußere ist das sich offenbarende Innere.
Friedrich Schiller


Das Kleine ist möglicherweise bedeutender als das Große.
Das ist für viele Weltbeglücker natürlich eine überaus schäbige Idee,
mit der man die Massen nicht begeistern kann.
Paul Watzlawick


Der Fisch entdeckte das Wasser als letzter.
Albert Einstein


Nicht weil es schwer ist, fangen wir es nicht an,
sondern weil wir es nicht anfangen, ist es so schwer.
Seneca


Es ist besser, ein kleines Licht zu entzünden,
als über große Dunkelheit zu klagen.
Konfuzius


Was wir am nötigsten brauchen,

ist ein Mensch, der uns zwingt,
das zu tun, was wir können.

Ralph Waldo Emerson


Große Geister diskutieren über Ideen,
Mittlere Geister diskutieren über Ereignisse
Kleingeister diskutieren über Menschen.
anonym

 

Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein:
Sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heisst beleidigen.
J.W. v. Goethe, Maximen und Reflexionen, Nachlass


Der Kampf der zwei Wölfe
Ein Cherokee lehrte seine Enkelkinder über das Leben. Er sagte zu ihnen:
»Ein Kampf findet in meinem Inneren statt. Da kämpfen zwei Wölfe miteinander.
Ein Wolf repräsentiert Angst, Ärger, Neid, Sorgen, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Schuld, Vorurteil, Minderwertigkeitsgefühl, Lüge, Stolz und Überheblichkeit.
Der andere Wolf steht für Freude, Frieden, Liebe, Hoffnung, Anteilnahme, Gelassenheit, Menschlichkeit, Freundlichkeit, Wohlwollen, Freundschaft, Einfühlungsvermögen, Großzügigkeit, Wahrheit, Mitgefühl und Vertrauen.
Derselbe Kampf findet auch in euch und in allen anderen Menschen statt.«
Die Kinder dachten darüber nach. Dann fragte eines von ihnen den Großvater:
»Und welcher Wolf wird gewinnen?«
Der alte Cherokee antwortete: »Es wird der gewinnen, den ich füttere.«
Verfasser unbekannt  

   

Achte auf Deine Gedanken,
denn sie werden Deine Worte.
Achte auf Deine Worte,
denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen,
denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten,
denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter,
denn er wird Dein Schicksal !
Talmud


Lebensregeln von Mutter Teresa und Kent Keith - die "Dennoch"-Haltung

  • Menschen sind oft unvernünftig, unlogisch und Ich-bezogen - vergib ihnen dennoch.
  • Wenn Du freundlich bist, kann es sein, dass andere Dir eigennützige Motive und Hintergedanken vorwerfen - sei dennoch freundlich.
  • Wenn Du erfolgreich bist, gewinnst Du möglicherweise einige falsche Freunde und einige regelrechte Feinde - sei dennoch erfolgreich.
  • Wenn Du ehrlich und offen bist, kann es sein, dass andere Dich übers Ohr hauen - sei dennoch ehrlich und offen.
  • Was Du jahrelang aufgebaut hast, kann ein anderer über Nacht zerstören - baue es dennoch auf.
    Wenn Du gelassen und glücklich bist, kann es sein, dass andere eifersüchtig sind - sei dennoch glücklich.
  • Das Gute, das Du heute tust, werden die Leute morgen oft schon vergessen haben - tue dennoch Gutes.
  • Gib der Welt das Beste, das Du hast, auch wenn es nie genug sein wird - gib der Welt dennoch dein Bestes.
  • Letztendlich ist alles eine Sache zwischen Dir und Gott; es war ohnehin nie eine Sache zwischen Dir und den Anderen.


Verleihe mir Schwingen ...
Oh Herr, du weißt besser als ich,
daß ich von Tag zu Tag älter und eines Tages alt sein werde.
Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit
und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen.
Erlöse mich von der großen Leidenschaft,
die Angelegenheiten Anderer ordnen zu wollen.
Lehre mich nachdenklich - aber nicht grüblerisch,
hilfreich - aber nicht diktatorisch zu sein.
Bei meiner ungeheuren Ansammlung von Weisheit
erscheint es mir ja schade, sie nicht weiterzugehen,
aber du verstehst, oh Herr, daß ich mir ein paar Freunde halten möchte.
Bewahre mich vor der Aufzählung endloser Einzelheiten
und verleihe mir Schwingen, zur Pointe zu gelangen.
Lehre mich Schweigen über meine Krankheiten und Beschwerden -
sie nehmen zu - und die Lust, sie zu beschreiben, wächst von Jahr zu Jahr.
Ich wage nicht, die Gabe zu erflehen,
mir Krankheitsschilderungen anderer mit Freuden anzuhören,
aber lehre mich, sie geduldig zu ertragen.
Lehre mich die wundersame Weisheit, daß ich mich irren kann.
Erhalte mich so liebenswert wie möglich,
ich möchte kein Heiliger sein - mit ihnen lebt es sich so schwer -
aber ein alter Griesgram ist das Krönungswerk des Teufels.
Lehr mich, an anderen Menschen unerwartete Talente zu entdecken,
und verleihe mir, oh Herr, die schöne Gabe, sie auch zu erwähnen.
Theresa von Avila (1515-1582)

 

"Gott, gib uns die Gnade der Gelassenheit,
um Dinge hinzunehmen, die wir nicht ändern können,
den Mut, Dinge zu ändern,die geändert werden sollten,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."
Reinhold Niebuhr /1942

 

Die drei Siebe des Sokrates
Eines Tages kam einer zu Sokrates und war voller Aufregung. "He, Sokrates, hast du das gehört, was dein Freund getan hat? Das muss ich dir gleich erzählen."
"Moment mal", unterbrach ihn der Weise. "hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?"
"Drei Siebe?" fragte der andere voller Verwunderung.
"Ja, mein Lieber, drei Siebe. Lass sehen, ob das, was du mir zu sagen hast, durch die drei Siebe hindurchgeht.
Das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?"
"Nein, ich hörte es erzählen und . . ."
"So, so! Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft. Es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst - wenn es schon nicht als wahr erwiesen ist -, so doch wenigstens  gut?"
Zögernd sagte der andere: "Nein, das nicht, im Gegenteil ..."
"Aha!" unterbrach Sokrates. "So lass uns auch das dritte Sieb noch anwenden und lass uns fragen, ob es notwenig ist, mir das zu erzählen, was dich erregt!"
"Notwendig nun gerade nicht . . ."
"Also", lächelte der Weise, "Wenn das, was du mir erzählen willst, weder wahr, noch gut, noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit!"
Verfasser unbekannt

Wolle nur, was du sollst, so kannst du, was du willst.“
Friedrich Rückert

 

Es gibt nur einen Weg zum Glück und der bedeutet,
aufzuhören mit der Sorge um Dinge,
die jenseits der Grenzen unseres Einflussvermögens liegen.
Epiktet

 

Das Glück besteht nicht darin, dass du tun kannst, was du willst,
sondern darin, dass du immer willst, was du tust.
Leo N. Tolstoi

 

Vater, mache mich zum Werkzeug deines Friedens:
Dass ich Liebe bringe, wo man sich haßt.
Dass ich Versöhnung bringe, wo man sich kränkt.
Daß ich Einigkeit bringe, wo Zwietracht ist.
Meister, hilf mir, daß ich nicht danach verlang,
getröstet zu werden, sondern zu trösten,
verstanden zu werden, sondern zu verstehen,
geliebt zu werden, sondern zu lieben.
Franz von Assisi

 

Es ist besser gewalttätig zu sein,
wenn du Gewalt im Herzen trägst,
als hinter der Fassade von Friedfertigkeit,
deine Unfähigkeit zu verbergen. 

Es gibt keinen Weg zum Frieden,
Frieden ist der Weg! 

Es gibt nur einen Weg,
durch Gewaltlosigkeit Unabhängigkeit zu erreichen:
Wenn wir sterben, leben wir,
wenn wir töten, niemals.
Mahatma Ghandi

   

Es gibt kein größeres Geschenk an dich und deine Mitmenschen,
als wenn du beschließt, mit dem Kämpfen aufzuhören.
Stuart Wilde

 

Der vollkommene Friede ist die Wahrheit.
Reinhold Schneider


Frieden kannst du nur haben, wenn du ihn gibst.
Marie von Ebner-Eschenbach

 

Wir sehnen uns nach der Welt und finden die Welt.
Wenn wir uns nach Gott sehnen, werden wir Gott finden.
Sicher, dies ist ein Gesetz:
Der brennenste Wunsch in uns muß erfüllt werden.
Thakar Singh

 

Ein Besucher sah mit Erstaunen, daß der Rabbi in einem Zimmer nur mit einem Tisch,
einem Stuhl, einem Bett und ein paar wenigen Büchern lebte.
"Rabbi, wo sind ihre Möbel?" fragte der Besucher.
"Wo sind Ihre?" erwiderte der Rabbi.
"Meine? Aber ich bin nur zu Besuch hier. Ich bin auf der Durchreise", sagte der Besucher.
"Genau wie ich", sagte der Rabbi.
Verfasser unbekannt

       

Inschrift auf einem Grenzstein in Porco Giardino Sigurte bei Verona
Die Jugend ist nicht ein Abschnitt des Lebens,
sie ist ein Zustand der Seele, der in einer bestimmten Form des Willens besteht,
in einer Bereitschaft zur Phantasie, in einer gefühlsmäßigen Kraft,
im Überwiegen des Mutes über die Zaghaftigkeit
und der Abenteuerlust über die Liebe zur Bequemlichkeit.

Man wird nicht alt, wegen einer einfachen Tatsache,
dass man eine bestimmte Zahl von Jahren gelebt hat,
sondern nur, wenn man sein eigenen Ideal aufgibt.
Wenn die Jahre ihre Spuren auf den Körper zeichnen,
so zeichnet der Verzicht auf die Begeisterung sei auf die Seele.
Der Abscheu, der Zweifel, das Fehlen von Sicherheit, die Furcht und das Misstrauen
sind lange Jahre, die das Haupt beugen und den Geist zum Tode führen.

Jung sein bedeutet, mit sechzig oder siebzig Jahren die Liebe zum Wunderbaren bewahren,
das Erstaunen für die leuchtenden Dinge und die strahlenden Gedanken, die kühnen Glauben,
den man den Ereignissen entgegenbringt,
den unstillbaren Wunsch des Kindes für alles, was neu ist,
den Sinn für die angenehme und fröhliche Seite des Daseins.

Ihr werdet so lange jung sein,
wie euer Herz die Botschaft der Schönheit, der Kühnheit und des Mutes aufnehmen wird,
die Botschaft der Größe und der Stärke,
die euch von der Welt, von einem Menschen oder von der Unendlichkeit geschenkt werden.
Wenn alle Fasern eures Herzens zerrissen sein werden
und wenn sich auf ihnen der Schnee des Pessimismus
und des Eis des Zynismus gehäuft haben werden,
erst dann werdet ihr alt sein
und dann möge Gott sich eurer Seele erbarmen.

   

Der lila Hut

  • Mit 3 Jahren: Sie schaut sich im Spiegel an und sieht eine Königin.
  • Mit 8 Jahren: Sie schaut sich an und sieht das Aschenputtel
  • Mit 15 Jahren: Sie schaut sich an und sieht die hässliche Stiefschwester des Aschenputtels:
    „Mutter so kann ich unmöglich zu Schule gehen!“ 
  • Mit 20: Sie schaut sich an und sieht sich: „zu dick, zu dünn, zu klein, zu groß, die Haare sind zu kraus, zu glatt“ aber sie geht trotzdem aus. 
  • Mit 30: Sie schaut sich an und sieht sich „zu dick, zu dünn, zu klein, zu groß, die Haare sind zu kraus, zu glatt“ aber sie findet, sie habe jetzt keine Zeit, sich darum zu kümmern und sie geht trotzdem aus. 
  • Mit 40: Sie schaut sich an und sieht sich: „zu dick, zu dünn, zu klein, zu groß, die Haare sind zu kraus, zu glatt“ aber sie sagt, sie sei zumindest sauber, und sie geht trotzdem aus.
  • Mit 50: Sie schaut sich an und findet: „Ich bin ich“ und geht überall hin, wo sie hingehen will.
  • Mit 60: Sie schaut sich an und erinnert sich an alle Menschen, die sich nicht mehr im Spiegel betrachten können. Sie geht hinaus in die Welt und erobert sie.
  • Mit 70: Sie schaut sich an und sieht: Weisheit, Lachen und Fähigkeit, sie geht aus und genießt das Leben. 
  • Mit 80: kümmert sie sich nicht mehr darum, in den Spiegel zu schauen.Sie setzt sich ganz einfach einen lila Hut auf und geht aus, um sich mit der Welt zu vergnügen.
Vielleicht sollten wir alle jenen lila Hut schon früher aufsetzen.
unbekannte Verfasserin

 


PROLOG - GEDICHT ÜBER DIE EINHEIT

Am Anfang war ich Einheit.
Licht, Dunkelheit, Nichts und Alles.
Dann löste sich der Tropfen
- heraus aus der Einheit -
Welch´unbeschreiblicher Schmerz.

Bis heute ist die Erinnerung
an diesen Schmerz
kaum zu ertragen. 

Dann wurde ich Krokodil,
dann Schlange vielleicht, oder Wurm ?
Wurde Tier, Pflanze und Mensch
Wurde Baum, Strauch und wieder Mensch. 

Äonen mussten vergehen,
bis ich erkennen durfte
was ich schon immer war:
Nämlich Einheit und Wahrheit. 

Jedoch höre,
auch als Krokodil war ich Einheit und Wahrheit.
Doch ich wußte es nicht.
Auch als Baum war ich Einheit und Wahrheit.
Es war mir nicht bewußt.

Jetzt, in diesem Menschenleben,
ist nach unzähligen Leben die Zeit gekommen,
diese Einheit zu erkennen
und
bewußt nach Hause zurückzukehren ...
Verfasser unbekannt