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11.04.2017

Beziehungsarbeit ist Friedensarbeit


Es gibt keinen Weg zum Frieden,
Frieden ist der Weg!

Mahatma Gandhi


Seit einigen Jahren arbeite ich immer mehr mit Paaren und es ist mir ein großes Anliegen, deutlich zu machen wie wichtig diese Beziehungsarbeit ist. Denn eine (Liebes-)Beziehung hat nicht nur ein großes TransformationsPotential für das emotionale und spirituelle Wachsen der darin “verwickelten” Menschen (und jede Beziehung hält dafür genau die richtigen Lernaufgaben bereit), sondern glückliche Beziehungen sind auch Grundvoraussetzung für Frieden auf der Welt. Eine Beziehung, die geprägt ist von Wertschätzung, Verständnis und friedlicher Kommunikation wird diese Energie auch an andere Beziehungen weiter geben und natürlich auch Kinder mit dieser Energie in die Welt entlassen.

Doch oft sieht das eher so aus: Da sitzen zwei Menschen bei mir in der Praxis, die sich erst vor 6 Monaten verliebt haben - und sind schon sooo emotional verknotet und in gegenseitigen Schuldzuweisungen gefangen. Ich mag mir oft gar nicht vorstellen, wie es ihnen in zwei Jahren gehen würde, wenn sie nicht die Kraft und den Mut aufbringen würden - in der (Paar-)Therapie oder im Coaching - ihre Projektionen zu sich zurück zu nehmen und ihre alten Verletzungen zu heilen.
Wenn sie denn in zwei Jahren überhaupt noch zusammen sind, denn die meisten trennen sich wahrscheinlich eh, wenn schon nach kurzer Zeit heftige Beziehungsprobleme auftauchen.

Manche Paare allerdings wollen “es” wissen oder holen sich sehr schnell einen “Beziehungs-Klebstoff” namens “Schwangerschaft” oder “zusammenziehen”. Dann ist die Priorität erst mal “wir müssen da durch” oder auch “das müssen wir aushalten”.
Frieden ist das jedoch nicht, sondern eher ein Waffenstillstands-Pakt namens “Nebeneinander-her-leben”, den manche Paare schließen, weil sie keine Hoffnung mehr auf wirkliche innige Nähe und ein “miteinander-wachsen” haben. Diese Paare haben aufgegeben, nicht nur als Paar, sondern jeder von ihnen auch als Mensch. Aufgegeben ein erfülltes Leben zu leben. Ablenken ist dann die Devise: Kindererziehung, Hobbies, Fernsehen, essen, Alkohol, Arbeit … Wenn die Kinder aus dem Haus sind … … … dann kann ich vielleicht wieder anfangen zu leben?

In den Fällen wo ein Paar (laut oder leise) “streitend” zusammen bleibt, sieht es immer so aus: Der jeweils andere wird als Feind gesehen: Er/sie will mich verletzen … und ich wehre mich ja nur. Davon sind beide fest überzeugt. Das ist in jedem Streit so: Israel und Palästina … Jutta und Jörg … Nordkorea und USA … Gina und Georg … Assad und die Aufständischen … Immer ist der/die andere schuld.
Im großen Weltgeschehen ergreifen wir dann Partei für einen der beiden Kontrahenten und drücken unsere Entrüstung über den Aggressor aus und sind entsetzt über seine Gräueltaten. Wir rufen nach Strategien zur Beilegung des Krieges.
Doch Krieg - und dazu zählt auch Beziehungs-Krieg - hat immer zwei “Schuldige”.
Und wenn wir noch nicht einmal in der Lage sind, Frieden in unseren eigenen Beziehungen zu schaffen … dann sieht es mit dem Frieden auf der Welt wirklich schlecht aus.

Beziehungsarbeit ist anstrengend und Friedensarbeit in der Beziehung macht Angst.

Wenn der Krieg “schön” weit weg ist von mir, dann bilde ich mir ein, genau zu wissen, was die Streitenden falsch machen. Aber was mache ich wenn der “Feind” neben mir im Bett liegt … und mich einfach für seine Geilheit benutzen will? Dann muss ich mich doch wehren … oder? Ich muss doch zornig werden, wenn meine Frau mich nie ‘ran lässt, aber dauernd mit anderen flirtet …  oder?

Muss ich? … Musst du wirklich?

Nein. Du musst nicht. Du tust es wahrscheinlich. Aber du musst nicht.

Nicht falsch verstehen: Deine Gefühle von Entrüstung über den versuchten Missbrauch deines Körpers oder dein Zorn über das Abgewiesen werden sind echte Gefühle. Das “coole” Unterdrücken dieser Gefühle ist ganz sicher nicht der Weg zum Frieden, denn dann entsteht in dir selbst Krieg zwischen deinen Gefühlen und deiner Kontrolle. Deine Gefühle dürfen sein. Sie müssen sogar sein, denn sie haben eine Botschaft: Dieses Verhalten des Menschen (den du liebst!) kränkt dich … macht dich zornig … macht dich traurig.

Wenn du jetzt innehältst und dich erinnerst, dass dieser Mensch nicht dein Feind ist (oder einfach mal so tust, als ob es so wäre - selbst wenn du vom Gegenteil überzeugt bist ;-)), dann kannst du anfangen erst mal nur dein Gefühl wahrzunehmen. Als Beispiel nehme ich jetzt einfach mal das Gefühl “Zorn”. Du lässt dich immer weiter in diesen Zorn fallen, ohne ihn gegen jemanden zu richten!!! und folgst diesem Gefühl weiter, wenn es sich verändert (und es wird sich verändern!): Ich bin jetzt zornig … klar werde ich zornig, wenn ich abgewiesen werde … denn immer muss ich zurück stecken … andere bekommen das, was ich brauche … ich habe Angst, dass die anderen besser sind als ich … ich bin traurig … Und dann kommt vielleicht eine Erinnerung an Erlebnisse in deiner Kindheit, die das gleiche Thema hatten: z.B. ein Geschwister-Kind, das augenscheinlich von Mama mehr geliebt wurde als du und du dich so gekränkt und zornig gefühlt hast, ohne es ausdrücken zu dürfen/können, denn dann wäre Mama vielleicht gar nicht mehr für dich da gewesen?

Wenn du diesen Weg in und durch deine Gefühle genommen hast, kannst du dein Gegenüber auch wieder ansehen … und wirst erkennen, dass er zwar der Auslöser für deinen Zorn war, aber nicht der Verursacher. Und du kannst anfangen ihn wieder “wirklich” zu sehen - und nicht das Bild das du über ihn gelegt hast. Er ist nicht dein Feind … es ist der Mensch, der dich liebt und den du liebst. Dann beginnt Frieden.

Was danach kommt, könnte so aussehen:
Ich sage nein, wenn mein Mann Sex will und ich keine Lust habe und sage ihm was ich stattdessen will. Ich schaue in seine Augen und versuche zu verstehen, was er wirklich braucht und will … und frage ihn das auch. Denn wenn ich ihm diese Frage in meinem Gefühl der Liebe zu ihm stelle und nicht mit dem Vorwurf “Du geiler Bock”, dann kann sie ihn vielleicht wirklich erreichen und berühren. Dann kann er vielleicht auch sein Herz öffnen … und seine Berührungen sind plötzlich nicht mehr “geil und brauchend” sondern warm und lustvoll …
Oder: Ich sage meiner Frau, dass es mich kränkt, wenn sie mich abwehrt und frage sie, was ihr fehlt. Ich zeige ihr meine Verletzlichkeit und Angst … und erfahre etwas über ihre Verletzungen, Ängste und Bedürfnisse. Wir fangen an einander zu verstehen. Und wir sind dankbar für die Wärme und das Verstehen des jeweils anderen. Unsere Verletzungen können in dieser Energie von Liebe und Verstehen heilen.
Menschen, die einander verstehen, führen keine Kriege. Menschen, die die das Herz, die Ängste und die Verletzung des Gegenübers sehen und mitfühlen, führen keine Kriege. Es sind immer verletzte Menschen die Kriege führen - AUF BEIDEN SEITEN!!! … Menschen deren Herz voll ist mit Schmerz, Zorn, Hass und Angst.

Friedensarbeit heißt:
Ich lerne mein Herz offen zu lassen, auch wenn ich “Nein” sage.
Ich sage nein, ohne im Anderen den Feind zu sehen.

Und was ganz wichtig ist:
Ich nehme meine Gefühle von Zorn, Hass und Ohnmacht war …
und übernehme die Verantwortung dafür - d.h.
Ich gebe dem anderen nicht die Schuld für meine eigenen Gefühle.

“Es ist besser gewalttätig zu sein,
wenn du Gewalt im Herzen trägst,
als hinter der Fassade von Friedfertigkeit,
deine Unfähigkeit zu verbergen.”
Mahatma Gandhi

Ich lerne meine (zornigen, hassenden) Gefühle so zu leben,
dass weder in mir noch in meinen Beziehungen Krieg entsteht.

Das ist Frieden.

 
Wenn du diesen Frieden in dich selbst!! und alle deine Beziehungen gebracht hast … dann bist du Friedensstifter für die ganze Welt. Und die Welt braucht dich. Wir brauchen viele Friedensstifter.

Shalom Salaam Peace Frieden

syntheseislove - 12:34:56 @ Aktuell | 1 Kommentar