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02.03.2016

Annehmen was ist?

Du kennst sicher diese Sätze: “Alles ist, wie es ist … nimm es an, bewerte nichts, beurteile nichts … es gibt kein separates Individuum … etc.” Ich habe kürzlich im Internet eine Diskussion darüber gelesen, ob es richtig ist z.B. auch Pegida oder die Terroranschläge auf diese Weise zu betrachten oder ob es nicht besser (und richtiger!) sei, dagegen zu kämpfen … ?

Annehmen wie es ist, heißt unter anderem auch mich so anzunehmen wie ich bin, mit all meinen Gefühlen meinem Zorn, meiner Angst und meinem Wunsch etwas zu tun gegen Leid. Es heißt nicht! nichts zu tun, gegen Dinge die mir oder anderen Leid verursachen … auch Gandhi hat gekämpft, auch Jesus hat den Tempel von den Händlern gereinigt.

Den Terror oder Pegida annehmen, heißt nicht “einfach so hinnehmen”. Es heißt die Terroristen oder Pegida-Anhänger anzunehmen in ihrer Angst, ihrem Zorn, ihrer Orientierungslosigkeit, ihrer Aussichtslosigkeit. Und dann von dieser grundsätzlichen Annahme aus, das zu tun, was mein Herz, mein Impuls mir sagt: Manche Menschen organisieren Gegendemos, manche betreuen Kinder aus Familien die in dieser Aussichtslosigkeit leben, manche beten und meditieren, manche kümmern sich darum, dass Mädchen in Afrika nicht mehr beschnitten werden, manche stecken den Kopf in den Sand aus Angst vor dieser Wut, vor diesem Terror … und auch diese Menschen verdienen meine Annahme!

Etwas anzunehmen (d.h. es ist gleich-gültig … weder falsch noch richtig), heißt nicht, dass ich meinen Impulsen nicht mehr folgen darf. Im Gegenteil: Wenn mein Impuls ist, zu kämpfen, dann heißt es doch wohl auch diesen meinen Impuls anzunehmen. Aber dieser Kampf geschieht dann nicht aus Wut und Hass auf die bösen Leidverursacher, sondern nur aus dem Wunsch heraus Leid zu erlösen … und das ist der große Unterschied.

Die Worte von Neem Karoli Baba sind da ein guter Wegweiser:
“Love everyone, feed everyone and always remember god”

Für mich bedeutet das: Lieben (annehmen!) immer.
Nähren, helfen, unterstützen, Leid lindern, wo Not-wendig …
und all das mit dem Wissen, dass wir alle Eins sind …

… dass der Mensch, den ich annehme, nicht wirklich getrennt ist von mir, seine Nöte sind mir bekannt - ich kann sie spüren, als wären es meine eigenen. Ich kenne sie - vielleicht nicht gerade oder genauso, aber ich kenne sie: Auch die Gefühle eines Terroristen!
Ich fühle das Entsetzen und den Schmerz der Menschen, die gerade (in dem Augenblick in dem du das liest) in irgendwelchen Kellern gefoltert werden … und genauso den abgrundtiefen Hass und die entsetzliche Kälte der Menschen, die foltern, vergewaltigen und töten.

Annehmen heißt nicht, ich lasse den Bettler im Straßengraben verhungern, weil ja alles “gleich-gültig” ist, sondern heißt: Ich gebe ihm Brot.
Annehmen heißt, ich lasse nicht zu, dass der Rechtsextremist einen Flüchtling prügelt, sondern versuche es zu verhindern … mit all den Möglichkeiten die mir zur Verfügung stehen. Und es bedeutet, ich nehme auch den Rechtsextremisten an: Ich sehe seine Dumpfheit, seinen Zorn, seinen Hass und seinen verzweifelten Versuch Sicherheit und Macht zu erlangen aus einem Dasein in Ohnmacht und Demütigung.

Annehmen entläßt mich ganz sicher nicht aus meiner Verantwortung, mich zu kümmern um alle und alles was lebt und leidet - auf meine Art und Weise … mit all meinen menschlichen Schwächen, Fehlern und Ängsten (Moskitos erschlage ich leider noch immer :-))

Ich merke gerade: Eigentlich hätte ich statt meiner vielen Worte nur Neem Karoli Babas Worte schreiben können ;-)

Verhalte dich einer anderen Person gegenüber so, wie es dir richtig erscheint,
aber verstoße sie niemals aus deinem Herzen.

Vielleicht sind seine Worte die Synthese von: Alles ist wie es ist … nimm es an, bewerte & beurteile es nicht … es gibt kein separates Individuum …
und Demonstriere gegen Pediga … lerne Arabisch, um mit Menschen zu reden, die in Gefahr sind, im Sumpf von Gewalt zu versinken … geh mit Wolldecken & Thermoskannen an die Grenze um Flüchtlinge zu empfangen … schließ dich Greenpeace an und schütze Wale … werde Mitglied im VereinIntact”, der dafür kämpft, dass Mädchen nicht mehr sexuell verstümmelt werden …

Om mani padme hum - Mögen alle Wesen die Wahrheit ihrer Seele erfahren.

syntheseislove - 12:46:03 @ spirituell | 4 Kommentare