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15.03.2020

Angst, Schuld und Verantwortung

Das Virus zeigt uns gerade, auf eine ganz besondere Art und Weise, dass es keine Grenzen gibt, die uns schützen vor dem, was wir soo gerne von uns weg haben wollen.
Als das Virus noch nur in China war, schien es möglich, uns davor zu schützen … doch je näher es uns kommt, desto mehr Angst macht es. Und völlig egal, ob du in den letzten Wochen deine Angst gespürt hast, oder nicht: MENSCHEN HABEN ANGST … vorm Sterben … vorm nicht mehr sein. Und wenn die “Gefahr” näher kommt, sind oft die ersten beiden (und oft sofort verschämt verleugneten) Gedanken, sowas wie: NICHT ICH und NICHT JETZT!

Dein Körper und deine Persönlichkeit (Ego) wollen leben, wollen überleben. Das ist ihr gutes Recht. Und nicht nur das, dieser “Überlebens-Wille” ist ihnen innewohnend, ist ein Teil deines Mensch-Seins. Du kannst dir/diesem Teil nicht die Angst nehmen, genauso wenig wie du einem Kind, das Angst vor einem Gespenst im Schrank hat, die Angst nehmen kannst. Selbst wenn du die Schranktür öffnest und ihm zeigst, dass da kein Gespenst ist (”Der Virus ist nicht schlimmer als die Grippe … du musst nur deine Hände waschen … “) wird in der nächsten Nacht das Gespenst unter dem Bett sein.

Dieser Teil deines Seins hat Angst zu sterben, hat Angst nicht mehr zu sein. Was also tun?
1. Zuerst mal, TRAU DICH, ANGST ZU HABEN!!! Denn das eckt oft ziemlich an. Und leider gerade in der spirituellen Szene höre/lese ich immer wieder: Iiiich (Man achte auf das Ich! - weiteres siehe unten**) stecke mich nicht an … Keine Panik …  mach einfach dein Herz auf, stärke dein Immunsystem und meditiere …

2. Und dann: Erinnere dich an das was du schon erlebt hast: die Wahrnehmung einer Seins-Ebene, wo du nicht mehr an Gefühl und Körper gebunden warst, wo du zumindest eine Ahnung davon bekommen hast, was es heißt: NEVER BORN; NEVER DIED!

3.ABER: und das was jetzt kommt ist SEHR SEHR WICHTIG: benutze dieses Wissen/Ahnen, diese Verbindung mit deiner Seele nicht als Keule um dein angstvolles Ich damit zu “erschlagen”: Du hast keinen Grund mehr Angst zu haben … denn das was ICH in Wahrheit bin, wird niemals sterben!

Das stimmt natürlich, aber was du damit tust, ist: Du sagst zu dem Kind, das Angst vor dem Gespenst im Schrank hat: Dich kann das Gespenst fressen - aber IiiiCH werde niemals sterben.

Verstehe den Menschen, der Angst hast, verstehe dich. Stell dich neben dieses Kind, nimm seine Hand und sag ihm: Ich bin bei dir und versteh’ deine Angst.
Lass es aber nicht so sehr über die Gründe seiner Angst erzählen, bzw. glaub du selbst nicht die Gründe deiner Angst, die du dir selbst erzählst. Denn wenn du jede Angst bis ihrem Ursprung verfolgst, ist es immer die Angst: NICHT MEHR ZU SEIN: für den Körper heißt das zu sterben, für deine Persönlichkeit, dein Ego heißt das die Kontrolle über eine Situation/dein Leben zu verlieren. Mach nicht die Schranktür auf und zeig dass dort kein Gespenst ist, sondern höre: ICH HAB SOOO ANGST.
 
**Und es gibt noch eine zweite wichtige Lernaufgabe der Epidemie. Denn auch wenn du die Angst, die gerade wie eine riesige Käseglocke über der Welt hängt, nicht so sehr persönlich spürst, so gibt es einen Aspekt, den ich für genauso wichtig erachte zu erkennen: Dieser Virus macht es möglich, dass du selbst - ohne dich krank zu fühlen - unbewusst und unwissentlich andere anstecken kannst, die dann eventuell daran sterben könnten.
Ist dir klar, wie sehr uns alle dieser Aspekt verbindet?
Wie fühlst du dich bei dem Gedanken, dass du deine Mama, Kinder, Opa unabsichtlich anstecken könntest?

Wie fühlst du dich bei dem Gedanken, dass du vielleicht der Patient “Zero” bist, der einen Ansteckungkreis von Hunderten beginnen wird, von denen dann einige sterben?
Kannst du mit dieser “Schuld” leben? Ist das überhaupt Schuld?

Wenn ja, könntest du dir verzeihen? Und: Könntest du dem Menschen verzeihen, der dich ansteckt - und dich damit vielleicht tötet?
Ich glaube diese Fragen werden gerade immer wichtiger … bzw. die Antworten auf die Fragen. Willst du dich mit dieser “Schuld” auseinander setzen?

Ich sehe, dass diese “Schuld und Verantwortungs-Frage” eine der tieferen Herausforderungen der Epidemie ist: Zu erkennen, dass wir immer “schuld” sind: schuld am Krieg in Syrien, an dem Leid der Flüchtlinge, an dem Sterben der Säuglinge in Afrika an Hunger und Malaria, schuld an den Krankheiten und der Not der Menschen in Bangladesch, die unsere billigen Klamotten nähen und färben (Sei ehrlich: Hast du NUR Bio-Baumwoll-Klamotten in deinem Schrank?), schuld an dem Leid der Tiere, die für unsere Nahrung und für unsere Medikamente Qualen ertragen und getötet werden.
Und dieses letzte Beispiel ist besonders wichtig: Wenn dein Papa oder dein Kind, mit einer beidseitigen Lungenentzündung im Krankenhaus liegt und du dankbar bist, dass er ein Medikament bekommt, das ihn vielleicht rettet … denkst du dann noch daran, dass für die Entwicklung dieses Medikaments (oder deine Grippe-Schutzimpfung, Kopfschmerztabletten etc.) wahrscheinlich Tausende von Tieren qualvoll gestorben sind? Würdest du dann sagen: Nein, ich bin gegen Tierversuche, mein Vater/mein Kind nimmt das nicht?

 
Ist dir klar, dass keiner von uns ohne Schuld ist? Dass wir uns nicht aus der Verantwortung für ALLES was auf der Welt geschieht, davon stehlen können, nur weil wir statt mit dem Auto mit dem Rad fahren, oder nur beim Bio-Metzger kaufen?
 
WIR SIND DIE OPFER UND DIE TÄTER
Wir sind die, die wir anklagen und die die wir bemitleiden.
Jeder Einzelne von uns hat Verantwortung für ALLES was auf dieser Welt geschieht.
“Aus unseren Gedanken entstehen Worte,
Aus unseren Worten entstehen Taten,
aus unseren Taten entsteht unser Charakter, unsere Persönlichkeit” (Zen-Spruch)
Wie können wir diese Verantwortung fühlen, ohne von ihr erdrückt zu werden?
Wie können wir leben, mit dem Wissen,
- dass wir der sind, der gerade ermordet wird und genauso der, der gerade mordet …

- dass wir der italienische Arzt sind der gerade entscheiden muss,
wen er rettet … und der den er rettet … und auch der den er sterben lässt …

… … … ????
Geh durch das Tor auf dem Mitgefühl steht.
 
Thich Nhat Hanh
Sage nicht, dass ich morgen fort bin
denn heute komme ich noch an.

Schau: In diesem Moment gerade komm’ ich an,
um eine Knospe an dem Blütenzweig zu sein,
ein winzig kleiner Vogel mit noch schwachen Flügeln,
das Singen lernend in dem neuen Nest,
die Raupe in dem Herzen einer Blume
und ein Juwel, versteckt in einem Stein.

Ich komme gerade an, zu lachen und zu weinen,
zu fürchten und zu hoffen.

Der Rhythmus meines Herzens ist Geburt
und Tod - von allem, was da ist.

Ich bin die Eintagsfliege, die soeben schlüpft
über der Oberfläche des Flusses
und bin der Vogel, der im Frühling kommt,
die Fliege sich zu schnappen.

Ich bin der Frosch, der glücklich schwimmt
im klaren Wasser eines Teichs
und bin die Schlange, die sich leise nähert
um sich von diesem Frosch zu nähr’n.

Ich bin das Kind dort in Uganda, nur Haut und Knochen,
mit Beinen, dünn gleich Bambusstäben,
Bin auch der Lieferant der Todeswaffen nach Uganda.

Das zwölfjährige Mädchen bin ich,
Flüchtling auf dem schmalen Boot,
das in die Meerestiefe springt,
weil mich ein Seepirat geschändet hat
und bin auch der Pirat, mit meinem Herzen
noch nicht fähig, zu sehen und zu lieben.

Ich bin ein Mitglied des Parteibüros
mit großer Macht in meinen Händen
und bin der Mann, der seine
‘Blutschuld’ an sein Volk zu zahlen hat,
in einem Arbeitslager langsam sterbend.

Meine Freude ist wie Frühlingswärme,
die Blumen blühen lässt auf allen Lebenswegen,
meine Trauer ist ein Fluss von Tränen,
füllend alle Ozeane.

Daher rufe mich bei meinem wahren Namen.
damit ich all mein Weinen und mein Lachen
hören kann zur gleichen Zeit,
damit ich sehen kann,
wie meine Freude und mein Leiden eins sind,

Bitte rufe mich bei meinem wahren Namen,
so dass ich nun erwachen kann,
damit das Tor in meinem Herzen offen bleibt,
das Tor des Mitgefühls…

syntheseislove - 13:22:14 @ Aktuell | 1 Kommentar

  1. Aijana

    16.03.2020

    Ich fragte: Was ist mit meinen Augen?
    Gott sprach: Halte sie auf den Weg gerichtet.
    Ich fragte: Was ist mit meiner Leidenschaft?
    Gott sprach: Halte sie am Brennen.
    Ich fragte: Was ist mit meinem Herzen?
    Gott sprach: Sag mir, was du darin aufbewahrst?
    Ich fragte: Schmerz und Leid?
    Er sprach: Gehe hin damit, denn die Wunde ist die Stelle, an der das Licht in dich hineinfließt.

    RUMI

    Danke Nika ❤️

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